Juli 2019 - TVAV

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Aktuelles / Notfälle
Besuch bei Augusto’s Animal Care Projekt in Funchal, Madeira
 
Naturalspende vom TVAV aus der Schweiz mitgebracht. Halsbänder und Leinen in guter Qualität, div. Medikamente gegen Zecken und Flöhe sowie Futter Sticks, Zeckenhaken und Tabletten Eingeber.
  
Tierfutter Grosseinkauf im Supermarkt in Funchal, da gerade mit grossem Sonderrabatt im Angebot erhältlich.
Div. Hunde- und Katzenfutter, rund 270 Kilogramm Trockenfutter, sowie Nassfutter, Reinigungsmaterial und 90 Kilogramm Katzensand. Die Kosten von CHF 312.- (Euro 284.-) hat der TVAV vor Ort bezahlt. Die Tierfutterspende des TVAV wird für die Fütterung von Strassentieren durch Augusto und an Tierhalter, die in armen Verhältnissen leben, verwendet. Die Situation dieser Tierhalter wird von Augusto kontrolliert und deren Tiere müssen zwingend kastriert sein um weiteres Tierleid zu reduzieren.
 
Tierfutter Einkauf für Tierschützerin Ana in Sao Martinho. Die Tierschützerin Ana nimmt verletzte und kranke Tiere auf, bis diese, sofern möglich, wieder an ihren bisherigen Platz zurückkönnen. Benötigt wird Hunde und Katzenfutter sowie Katzensand und Reinigungsmittel. Die Kosten von CHF 115.- (Euro 104.-) hat der TVAV vor Ort bezahlt.
Tierfutter Einkauf für Orlando in Funchal. Orlando ist Wächter in einem stillgelegten grossen Werksareal. Durch die Ruhe vor Ort leben nun viele wilde Katzen dort. Alle Katzen wurden mittlerweile durch Augusto eingefangen, kastriert und wieder zurückgebracht. Das bescheidene Einkommen von Orlando reicht nicht um die Katzen zu füttern, daher die Futterspende vom TVAV vor Ort mit Kosten von CHF 66.- (Euro 60.-). Falls nötig wird der TVAV sich auch in Zukunft an den Futterkosten beteiligen. Unser Vertrauensmann Augusto wird die Bedürfnisse im Auge behalten.
Im weiteren wurden noch mehr Tierfutter und Pflegeprodukte durch den TVAV vor Ort im Wert von  CHF 296.- (Euro 269.-) gekauft die Augusto nach Bedarf verteilt.
 
Findelkind « Susi »
 
Freitagabend am Stadtrand von Funchal auf dem Parkplatz eines Shopping Centers entdeckt Augusto eine kleine Katze. Ohne Probleme konnte Augusto dieses Kätzchen einfangen. Die Katze hatte ein entzündetes Auge und war trotz intensiver Suche ganz alleine. Für den Tierarztbesuch war es zu spät, also nach Hause mitnehmen und tags darauf in die Tierarztklinik zur Behandlung. Die Diagnose vom Tierarzt lautet wie folgt: Katze weiblich etwa 6 Wochen alt mit einer Augeninfektion, die Katze «Susi», so heisst sie jetzt, bleibt einige Tage zur Behandlung in der Klinik mit dem Versuch das Auge zu retten.
 
Der TVAV übernimmt die ganzen Kosten für die Katze «Susi» sowie die späteren Kastrationskosten.
 
 
Porto Santo
 
Besuch auf der Nachbar Insel Porto Santo, die mit der Fähre in zweieinhalb Stunden erreichbar ist. Zusammen mit Augusto und Lucas sowie Elsbeth alles Tierschützer, haben wir uns dorthin aufgemacht, da uns ein Hilferuf von Noelia erreicht hat.
 
Noelia ist eine der wenigen Tierschützer auf Porto Santo, die sich um die verwahrlosten und kranken Hunde und Katzen kümmert. Vor einigen Jahren wurden einmal Kastrations-Aktionen durchgeführt von einem Tierarzt aus Madeira, aber seither ist fast nichts mehr passiert und daher hat sich die Population der Freigänger wieder stark vermehrt. Etliche Einwohner nehmen Strassentiere auf oder tolerieren diese auf ihrem Grundstück. Gerade bei diesen Leuten, die es zwar gut meinen, sind sehr viele kranke, verletzte und nicht kastrierte Hunde und Katzen anzutreffen. Beim Besuch solcher meist älterer Leute stellt sich immer wieder heraus, dass diese in sehr ärmlichen Verhältnissen mit kleinster Rente leben, die gerade für das allernötigste reicht, da ist kein Geld übrig für gutes Tierfutter und schon gar nicht für einen Tierarzt. Einen krassen Fall haben wir im Hauptort Vila Baleira selber erlebt.
 
Ein älteres Ehepaar hatte in Ihrem kleinen extrem bescheidenen Häuschen einen weiblichen Hund an der Kette damit sie keine Babys bekommt, da eine Kastration finanziell nicht machbar ist, ebenso bis zu zehn kleine Kitten, also Katzenbabys, die genaue Anzahl wusste niemand, die alle unterernährt waren und entzündete Augen, also Infektionen hatten, auch hier kein Tierarztbesuch, da kein Geld dafür vorhanden ist. Leider sind die gemachten Fotos nicht erfreulich, aber den Tatsachen muss man sprichwörtlich ins Auge schauen. Diese Situation haben wir noch ein paar Mal angetroffen, wenn auch etwas weniger dramatisch. Eine staatliche Hilfe ist auch hier leider nicht zu erwarten, obschon sehr viele EU Gelder nach Madeira fliessen.
 
Augusto und Noelia versuchen hier Hilfe zu leisten und da auch bei diesen beiden die nötigen Finanzen dafür nicht vorhanden sind, wird der TVAV im Rahmen seiner Möglichkeiten die Hilfe finanzieren und hofft dabei auf Sie lieber Tierfreund mit einer Spende mit dem Vermerk «Madeira-Porto Santo».
 
Auch hier auf Porto Santo hat der TVAV eine Futter- und Medikamenten Spende gemacht, die Noelia nach Bedarf verteilen wird.
 
Wie immer, bleibt zu erwähnen, dass die Reise nach Madeira und Porto Santo privat finanziert wurde und keine Spendengelder dafür verwendet wurden.
 
Herzlichen Dank für Ihr Interesse und allfällige Spenden im Namen des TVAV Teams
 
Rolf Keller
 
 
Im Anhang erlaube ich mir noch folgende Feststellung zu Madeira und der Nachbar Insel Porto Santo, da ich schon mehrmals da war.
 
Madeira und Porto Santo sind grundsätzlich schöne und interessante Reiseziele und für den Urlauber ist das grosse Tierelend meistens nicht sichtbar, da es sich abseits der Hotelanlagen in den einheimischen Wohngebieten abspielt.
 
Viele Hotels (es gibt aber auch ein paar positive Ausnahmen) lösen das Problem mit den Streuner Katzen und Hunden mit Gift, in den Dörfern ebenfalls mit Gift oder durch erschiessen. Das staatliche Tierheim SPAD in Funchal ist eine schreckliche Institution, eigentlich kein Tierheim, sondern eine amtliche Tötungsstation in schlechtem Zustand. Um diese Tatsache zu vertuschen ist bei einem Besuch das Fotografieren verboten, dies sagt ja alles.
 
Es wäre an der Zeit, dass staatliche Stellen das Problem mittels permanenten Kastrations- / Sterilisationsprogrammen angehen, mittelalterliche Methoden wie bis anhin sind umgehend zu beenden.
   
Es wäre sicher eine Win-Win Situation für die leidenden Tiere und für einen guten Ruf von Madeira (inkl. Porto Santo) der sich positiv auf den wichtigen Tourismus Sektor auswirken würde. Madeira und Porto Santo sind eine Reise wert, wenn da nur dieses Tierelend nicht wäre.
 
 
Zitat :
Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiche Rechte auf Schutz.
(Franz von Assisi, katholischer Heiliger, Stifter des Franziskanerordens, lebte 1182 bis 1226)
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